Fotomontage Eiche darf bleiben 2010
Alte Eiche an der Burg darf bleiben!

"Bäumchen wechsle dich" in der Mayener Stadtverwaltung

Mayen. Die alte Eiche am Burgaufgang, der zum Marktplatz hin gelegenen, mittelalterlichen Bastion, darf bleiben! Die Freien Wähler begrüßen die Entscheidung, dass dieser, etwa 65 Jahre alte Baum auf der Genovevaburg weiterhin seinen Platz behält. Wir finden er gehört ganz einfach zum Gesamterscheinungsbild der Burg, wenn man vom Marktplatz aus zu ihr heraufschaut. Perfekt fügt er sich mit seinem schönen Wuchs in einen Rahmen, den nicht nur Mayener Bürger von Kind an so kennen. Zudem ist er wohl auch nicht die erste Eiche, die an diesem Platz den Burgaufgang ziert, schon auf Bildern, die deutlich älter als dieser Baum sind, ist an gleicher Stelle eine großwüchsige Eiche zu sehen.

Wäre es nach dem Willen der Verwaltung gegangen, wäre diese Eiche, wenn auch, so die Aussage von OB Fischer, schweren Herzens, im Herbst der Motorsäge zum Opfer gefallen. Noch in der vorletzten Sitzung des Kulturausschusses hieß es unumgänglich, die 65 Jahre alte Eiche an der Genovevaburg muss definitiv gefällt werden! Auch die Alternative der Neupflanzung eines Baumes wurde als unsinnig abgetan, um sich in 50 Jahren nicht dieselben Probleme zu schaffen, mit denen man heute zu kämpfen habe. Denn nach Vorlage der Verwaltung seien durch das Wurzelwerk erhebliche Risse im Mauerwerk entstanden, das Kopfsteinpflaster im Bereich des Burgaufgangs habe sich gehoben und die Kanalisation sei sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Wolle man das Mauerwerk der Bastion langfristig erhalten und keine spätere Komplettsanierung in Kauf nehmen, wäre nach Auffassung des Bereiches Hochbau die Beseitigung des Eichenbaumes unumgänglich und zwingend erforderlich, so die damalige Vorlage.

Für die Mehrheit der Ausschussmitglieder war damit die Sachlage eindeutig, Resignation machte sich breit. Nur den Freien Wählern und einem Mitglied der CDU ist es zu verdanken, dass es zu einer weitergehenden Diskussion kam, aus der resultierend zu mindest eine Ortsbesichtigung des Ausschusse gemeinsam mit Fachleuten vereinbart wurde, um nach einer eventuellen Möglichkeit zu suchen, den Baum bzw. seinen Wurzelwuchs einzudämmen und so das gefährdete Mauerwerk zu retten.

Um so verwunderlicher nun die neuen Unterlagen zur jüngsten Kulturausschusssitzung und die darin zu lesende, plötzliche Erkenntnis der Verwaltung: Es sind zwar Schäden durch die Wurzeln der Eiche entstanden, es bestehe aber kein Grund die Eiche deshalb zu fällen! Das Wachstum des Wurzelwerks und der daraus resultierende Wurzeldruck kann durch regelmäßigen Rückschnitt weitgehend in Grenzen gehalten werden.

Statt, wie beantragt, einen gemeinsamen Ortstermin anzuberaumen, ist dort zu lesen, dass Vertreter der Verwaltung am 15.01.2010 bereits einen erneuten Besichtigungstermin durchgeführt hätten - gemeinsam mit einem Baumdiagnostiker und einem Statiker eines Ingenieurbüros für Bauwesen, welche zu diesem vollkommen konträren Ergebnis geführt habe.

Wir, die Freien Wähler Mayen, fragen uns, ob man Dinge an einem verschneiten Wintertag ernsthaft so vollkommen anders sehen kann als an einem Sommertag oder hatte man ganz einfach Angst vor dem eisigen Gegenwind, der einem aus Protest gegen diese Maßnahme aus der Bevölkerung entgegen blasen könnte???

Letztendlich sind wir, die FWM froh, dass Umdenken der Verwaltung mit auf den Weg gebracht zu haben und dass wir in der vorletzten Sitzung darauf gedrängt haben, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um das Gesamtbild der Burg mit Baum zu erhalten. Den seltsamen Sinneswandel der Verwaltung hinsichtlich der Einschätzung und dem Umgang mit einem solch sensiblen Thema finden wir jedoch erschreckend und schwer nachvollziehbar.

Pressemitteilung vom 27.02.2010
FWM-Fraktion im Mayener Stadtrat

Freie Wähler Mayen: >BürgerBrief< als wichtige Dialogform

Bürgerbrief Nr. 6 - Dezember 2009 - Seite 1 bis 4

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