Qualitatives Wachstum als Chance der Stadtpolitik begreifen

FWM: Alte Denkschemata helfen nicht weiter

MAYEN. Offen und sachlich verliefen die ersten informellen Gespräche der Freien Wähler Mayen mit den beiden großen Ratsfraktionen im Mayener Stadtrat. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen der Hauptsatzung und Geschäftsordnung, die zur Zeit gemeinsam ausgestaltet werden müssen. Inhaltlich - so wurde bereits deutlich - wird in den nächsten fünf Jahren die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise den Handlungsspielraum der kommunalpolitischen Entscheidungen in Mayen prägen.

"Sachorientiert und frei von den Zwängen einer Parteidoktrin sind wir auch in den nächsten fünf Jahren bereit, im Stadtrat mit allen Fraktionen offen und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten - ohne eine Koalitionsverpflichtung nach irgendeiner Seite einzugehen!", betont hierzu der Fraktionsvorsitzende der FWM, Hans Georg Schönberg. "Da lassen wir uns als Freie Wähler auch nicht vom Störfeuer einiger ewig Gestriger stören, die in Bezug auf die Freien Wähler Mayen und ihren Wahlerfolg öffentlich ihr überholtes, stereotypes Schwarzweißdenken und ihr begrenztes (stadt-)politisches Weltbild pflegen!" Gerade die vergangene Ratsperiode habe für jeden kommunalpolitisch Interessierten deutlich gemacht, dass die Stadträte der FWM orientiert an der Sache und ihrem Programm jeden nach ihrer Überzeugung guten Vorschlag - unabhängig von seiner Parteienherkunft - mitgetragen haben. "Das wissen auch die übrigen Ratsfraktionen, und dieses Wissen um unsere Verlässlichkeit in der Sache ist eine gute Basis für unsere sachbezogene Zusammenarbeit angesichts der großen Herausforderungen der nächsten Jahre", ergänzt Michael Helsper, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Mayener Rat die Position der FWM in den weiteren Besprechungen.

Kreative Lösungsstrategien und alternative Denkweisen statt starrer Denkstrukturen sind für die neue Ratsfraktion der Freien Wähler Mayen e.V. dabei ein wesentlicher Gestaltungsweg nachhaltiger Stadtpolitik in den nächsten fünf Jahren: Die zu erwartende jahrelange Talsohle der Stadtfinanzen erfordert von allen sparsamstes Wirtschaften und sorgfältige Überprüfung aller städtischen Ausgaben auf ihre Notwendigkeit. Doch diese Krisensituation beinhaltet aus Sicht der FWM-Ratsmitglieder Schönberg, Helsper, Hillesheim, Leyendecker und Stuhlsatz auch eine große Chance. Denn endlich kann durch den finanziellen Druck der Blick frei werden auf neue, notwendige Dimensionen der Entwicklung von Mayen: Qualitatives Wachstum durch eine nachhaltige Stadtökologie und Stadtentwicklung heißt deshalb für die Freien Wähler Mayen das Gebot der Stunde. Hier müssen alte Perspektiven ergänzt und neue, alternative Lösungsmöglichkeiten zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger Mayens gesucht werden, damit das Mittelzentrum Mayen in allen Bereichen zukunftsfähig wird und so die große Herausforderung des demografischen Wandels gemeistert werden kann.

FWM Fraktions im Mayener Stadtrat,

Mayen, den 27.6.2009