Leserbrief von Hans-Georg Schönberg zur Pressemitteilung der Stadtverwaltung


Thema "Kein Schlittschuhlaufen im Freizeitzentrum"


Jedes Jahr erneuert die Stadtspitze ihr Klagelied um fehlende Finanzen; mit der Pressemitteilung "Kein Schlittschuhlaufen im Freizeitzentrum" trifft es jetzt unsere Kinder und Jugendlichen, die auf die winterliche Natureisbahn im Freizeitzentrum verzichten müssen. Immer wieder schiebt die Stadtspitze fehlende Finanzmittel vor, besonders dann, wenn etwas vergessen wurde oder wenn die Prioritäten anders liegen. Letzteres traue ich der Oberbürgermeisterin nicht zu, denn ich glaube, dass Ihr die Jugend am Herzen liegt - oder etwa doch nicht?

Am Geld kann es auch nicht liegen, denn gerade im letzten Jahr hat die Stadt Mayen Steuereinahmen im Rekordbereich verbucht. Also, was ist richtig und was ist falsch? Richtig ist, dass in den letzten Jahren zu keinem Zeitpunkt die politischen Entscheidungsträger mit diesem Thema konfrontiert wurden, also nie über eine umfassende Sanierung beraten wurde. Falsch ist, das der Platz umfassend saniert werden muss, denn wie die Stadtverwaltung richtig erkannt hat, sind die Temperaturen seit Wochen entsprechend frostig und Wasser gefriert sofort beim Aufbringen auf der Natureisbahn und versickert nicht im Boden, wie es uns die Stadtspitze weismachen will. In diesem Zusammenhang erinnere ich gerne an den Eisregen in der Sylvesternacht, die ich nicht vergessen werde. Vergessen werde ich bestimmt auch nicht die Oberbürgermeisterin so lange daran zu erinnern, bis dass die Natureisbahn für unsere Kinder wieder intakt ist.

Hans Georg Schönberg

Fraktionsvorsitzender der FWM

Mayen, den 11.1.2009