Freie Wähler Mayen vor Ort!


Geht es nach dem Willen der CDU,SPD und FDP, dann soll diese Grünoase ohne Umweltprüfung bebaut werden! So könnte es bald in der Lindenstraße aussehen. Die Stadt plant dort einen Mülltonnen-Abstellplatz.

Lindenstraße und Alzheim als Ziele


Mayen. Mitglieder der Freien Wähler Mayen und ihrer Stadtratsfraktion besichtigen auf Anfrage betroffener Bürger einige neuralgische Punkte in der Stadt. Zunächst begrüßte Leo Brengmann von der Interessengemeinschaft Lindenstraße die FWM-Vertreter zu einem Gespräch über das geplante Bauvorhaben "Hinten auf dem Jägersköpfchen" vor Ort. Neben Fragen der Infrastruktur und der Müllentsorgung wurde dabei ausgiebig die ökologische Bedeutung der nun überplanten - über 3200 qm großen - Grünwiese in unmittelbarer Kernstadtnähe besprochen. Seit den neunziger Jahren als Ausgleichsfläche klassifiziert droht ihr nun ähnlich wie vor einiger Zeit dem Barwinkeltal das ökologische Aus durch einen Bebauungsplan mit den Stimmen von CDU, FDP und SPD. Gerade die enorme Größe des nun vorgesehenen Baufensters (flächenmäßig größer als die darunter liegende Reihenhauszeile in der Lindenstraße) lässt die Freien Wähler hier umweltpolitisch Böses ahnen - und dass, obwohl dieses Gebiet laut Gutachten nicht zuletzt für viele Brut- und Gastvögel wichtig ist!

So wurden hier z.B. bei der faunistischen Untersuchung des Biotops durch den NABU im Jahre 1991 über 32 Vogelarten gesichtet. Darüber hinaus fordert der NABU-Entwicklungsplan 2007 für die Mayener Fledermaushabitate den Schutz dieses Grüngürtels wegen seiner Funktion als Transfer- und Nahrungsraum für die Vogelwelt!
Um so bedauerlicher ist deshalb die Tatsache, dass diese ökologisch wertvolle Grünoase nun ohne jegliche Umweltprüfung bebaut werden soll. Abschließend bedankte sich Michael Helsper im Namen der Freien Wähler beim Sprecher der Interessengemeinschaft Lindenstraße, Leo Brengmann, für das Gespräch und sagte die Unterstützung der FWM in der kommunalpolitische Diskussion um das Schicksal des bedrohten Biotops zu.

Im Mayener Stadtteil Alzheim wurden dann die Bergstraße und die Mayener Straße von den Freien Wählern aufgesucht, denn an diesen beiden Punkten zeigen sich in Alzheim exemplarisch die gerade in den letzten Jahren im ganzen Stadtgebiet immer mehr zunehmenden Probleme bei Starkregen. Aus diesem Grunde hatten sich auch betroffene Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil zwecks kommunalpolitischer Unterstützung an die FWM gewandt. Klaus Hillesheim, Stadtratsmitglied und in der FWM zuständig für Baufragen, erläuterte im Gespräch mit Anwohnern ausgiebig und detailliert einzelne Lösungsmöglichkeiten zur Zurückhaltung außergewöhnlich großer Regenmengen.

Pressemitteilung
Freie Wähler Mayen
vom 20.8.2008