FWM: "Mayener Bürger vor Schaden bewahrt!"


Baumholder macht bittere Kosten-Erfahrung mit Rheinland-Pfalz-Tag 2007!


MAYEN. Als bei der vorletzten Ratssitzung der Oberbürgermeister dem Stadtrat einen Beschlussvorschlag zur Durchführung eines Rheinland-Pfalz-Tages in Mayen vorlegte, stimmten die Freien Wähler aus Kostengründen dagegen. Denn ein solcher Tag, so die Schätzung der Ratsfraktionen, würde etwa 150.000,- bis 350.000,- Euro kosten. Auch CDU und FDP fürchteten diese hohen Kosten und votierten deshalb ebenfalls gegen einen Rheinland-Pfalz-Tag in Mayen in den nächsten Jahren. Nur der SPD-Fraktionschef Rolf Schäfer unterstützte Günter Laux und meinte, dass eine solche Veranstaltung " Mayen gut tun würde" und dass man "diese Chance nicht verpassen" solle.

Die Freien Wähler haben sich bereits seinerzeit die Frage gestellt: Wer finanziert tatsächlich den Rheinland-Pfalz-Tag und wer trägt das finanzielle Risiko? Auf dem Beschlussvorschlag des Oberbürgermeisters war dazu nur zu lesen "finanzielle Auswirkungen: Derzeit keine." Auf Anfrage führte OB Laux in der Stadtratssitzung weiter aus, dass dieser Tag über Plakettenverkauf, Standgelder und Sponsoren größtenteils (!) finanziert werden könnte. Außerdem verwies er auf die einmalige Chance, eine außergewöhnliche Marketingmaßnahme für die Stadt Mayen zu realisieren, deren finanzieller Gewinn nicht zu berechnen sei.

Doch gerade in den letzten Tagen wurde die harte Kostenrealität einer solchen Großveranstaltung und das damit einhergehende Kostenrisiko für den jeweiligen Veranstaltungsort noch einmal drastisch deutlich: Nach Abrechnung des im letzten Jahr durchgeführten Rheinland-Pfalz-Tages in Baumholder gab es ein ernüchterndes Ergebnis für die Hunsrückstadt und ihre Bürger/innen. Dieser Tag kostete sie mehr als eine halbe Million Euro - exakt 517.000,- Euro. Diesen Kosten standen nur Einnahmen von insgesamt 124.000,- Euro (!) gegenüber. Dabei waren die größten Einnahmenposten der Plakettenverkauf (37.000,- Euro), die Park & Ride-Angebote (24.000 Euro) und die Sponsoren (37.000,- Euro). Da Baumholder den Rheinland-Pfalz-Tag großzügig mit 390.000,- Euro Kosten (z.B. Park & Ride 70.000 Euro; Sicherheitsdienste 60.000 Euro) geplant hatte, bleibt der Kommune eine Deckungslücke von >nur< 127.000,- Euro.

Würde man dieses Zahlenergebnis für Mayen zugrunde legen, dann wären die Ausgaben (517.000,- Euro) über viermal höher als die Einnahmen (124.000,- Euro), sodass ein Zuschuss von sage und schreibe 393.000,- Euro aus der Stadtkasse, also letztlich von den Mayenerinnen und Mayener, zu leisten wäre.

"Das Beispiel Baumholder 2007 zeigt der FWM-Fraktion nachdrücklich, wie wichtig und gerechtfertigt es war, dem Oberbürgermeister (s)ein Landesfest auf Kosten der Mayener Bürger/innen, zu verweigern!" beschreibt deshalb der Fraktionsvorsitzende, Hans Georg Schönberg, die kommunalpolitische Lehre der Freien Wähler Mayen aus der bitteren Baumholder Kosten-Erfahrung in Sachen "Rheinland-Pfalz-Tag".

Pressemitteilung
FWM-Fraktion im Mayener Stadtrat vom
21.1.2008