Freie Wähler beraten Machbarkeitsstudie zur Ringsanierung


Kein Kreisverkehr um jeden Preis!


Mayen. In einer ersten, internen Beratung zu dem in den nächsten Jahren geplanten Ausbau der L 82 Habsburgring - Boemundring widmeten sich die Freien Wähler Mayen den Ergebnissen der von der Stadt Mayen in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie zu diesem Großprojekt. Zunächst stellte Klaus Hillesheim den Teilnehmern die Ergebnisse dieser "verkehrlichen und straßenbautechnischen Untersuchungen über die Optimierungsmöglichkeiten des Verkehrsablaufes" und die daraus resultierenden Gestaltungsvorschläge des beauftragten Ingenieurbüros vor. Anschließend diskutierten dann die Freien Wähler ausgiebig die vorgeschlagenen Lösungen und mögliche Alternativen für die darin benannten 9 Knotenpunkte der wichtigsten Verkehrsader in Mayen.

Überdeutlich wurde allen, dass die anvisierte mehrjährige Realisierungsphase (angedacht 2009 - 2015) mit all ihren Beeinträchtigungen für den Verkehr in und durch Mayen nicht einfach zu einer >schnellen Lösung< (ver-)führen darf! Gerade die große Bedeutung des Projekts für das Wohnen und die Entwicklung der (Innen-)Stadt in den nächsten Jahrzehnten - wohl geprägt durch eine laut Demografieprognose alternde Bevölkerung (!) - bedarf sorgfältiger Planung und Gestaltung der Stadt für die hier lebenden Menschen und nicht nur des Erneuerns von Straßen für den Autoverkehr! Aus diesem Grunde plädieren die Freien Wähler Mayen für eine Planung, die auch die übrigen Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer) deutlicher berücksichtigt: Überlegungen zur Trassenführung, zu Grün- und Gehwegflächen, zur Lärmminderung u.a. sind deshalb unerlässlich!

Ebenso ist nach Ansicht der Freien Wähler auch die Notwendigkeit der Existenz jeder einzelnen Lichtsignalanlage und die vorgeschlagene Errichtung dreier Kreisel kritisch zu prüfen. Denn wie die Diskussion ergab, könnte nach Meinung der FWM-Mitglieder an mindestens drei Knotenpunkten auf Ampeln, ja sogar am Neutor auf die große Kreisellösung verzichtet werden!

Weitere Schwerpunkte der Diskussion waren außerdem die Sicherheit auf Kindergarten- und Schulweg, die zukünftige Gestaltung des öffentlichen Nahverkehrs, die Errichtung eines zentralen Busbahnhofs, mögliche Variablen der Ausbaubreiten plus Gewinnung weiterer Parkflächen, die von der Studie verheißene >Grüne Welle< auf dem Habsburgring, rechtliche Fragen rund um einen Generalverkehrsplan und die Vorgaben der Bebauungspläne im Ringbereich. Ausdrücklich betont wurde auch die unabdingbare Einbindung aller Versorgungsträger in das Projekt, um effizient und kostensparend zu arbeiten.

Am Ende der Diskussion war den Teilnehmerinnen und Teilnehmer klar, dass mit diesem Abend nur ein Anfang gemacht ist: In der Öffentlichkeitsarbeit der FWM gilt es nun mit den Bürgerinnen und Bürgern über das Projekt ins Gespräch zu kommen und sie zur Wahrnehmung ihrer Interessen in dieser zentralen Gestaltungsfrage ihrer zukünftigen Wohn- und Lebensqualität in Mayen zu ermutigen.

Pressemitteilung
Freie Wähler Mayen
vom 19.10.2008