Lernstube hofft auf Hilfe von der Stadt


Einrichtung fehlen 10 000 Euro für Personal


MAYEN. Die Spiel- und Lernstube in der Germanenstraße kämpft ums Überleben. Der Einrichtung, die Kinder zum Beispiel bei den Hausaufgaben betreut und Anwohner unterstützt, fehlt Geld für Personal.

Lange Zeit haben sich das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Mayen die Kosten für zwei Stellen von Sozialpädagoginnen geteilt. Seit drei Jahren muss der Träger der Spiel- und Lernstube, der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Mayen, 10 Prozent des Geldes selbst aufbringen. Das sind pro Jahr 10 000 Euro, die bisher mithilfe von Spenden aufgebracht werden konnten. Das ist nun offenbar nicht länger möglich.

Hier klicken für Kommentar Daher hat sich der Ortsverein der AWO nun Hilfe suchend an die Stadt und die Fraktionen im Stadtrat gewandt. Und die haben reagiert. In der nächsten Woche ist zunächst ein Gespräch mit dem Jugendamt der Stadt und dem Ortsverein der AWO geplant, an dem auch Bürgermeisterin Veronika Fischer teilnimmt. Sie wollte sich nicht näher zu dem Gespräch äußern. Fischer sagte lediglich: "Da ist ein Problem aufgetaucht, und wir müssen jetzt gemeinsam sehen, wie wir das lösen können."

Darüber hinaus hat die SPD-Stadtratsfraktion das Thema bereits auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Hauptausschusses setzen lassen. Sie will sich für die Spiel- und Lernstube einsetzen. "Bei einem Haushalt mit dem Gesamtvolumen spielen einige Tausend Euro keine Rolle", meint der Vorsitzende Rolf Schäfer. Den Gesamtbetrag von 10 000 Euro muss die Stadt seiner Ansicht nach jedoch nicht aufbringen. "Man kann den Träger nicht ganz aus der Pflicht lassen."

Hans-Georg Schönberg, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Mayen, sieht das anders. Seiner Ansicht nach sollte die Stadt die gesamten 10 000 Euro übernehmen. "Das sind ja keine Milliarden, die wir da verschieben, und das Geld ist auch vollkommen berechtigt." Der Ortsverein der AWO Mayen wollte sich zum jetzigen Diskussionsstand nicht äußern. (bir)

Artikel aus der Rhein-Zeitung

vom 10.2.2007