Freie Wähler sehen die Kinder als Zukunftsfaktor!


Thema: "FWM: Familien stärken und mehr in den Bereich der vorschulischen Betreuung unserer Kinder investieren!"

Mayen. Für die Familie ist die Erziehung und Betreuung von Vorschulkindern eine der wichtigsten Voraussetzungen für den späteren Bildungserfolg. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, rückt aber nach dem erneut nur mittelmäßigen Abschneiden deutscher Schüler bei der Zweitauflage der Pisa-Studie in den Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Die Kommunen fürchten, dass die Kosten für die zusätzlichen Angebote an ihnen hängen bleiben werden. Das Klagelied ist wohl bekannt: Eltern sind unzufrieden wegen fehlender Betreuungsplätze für die ganz Kleinen und zu wenig inhaltlicher Angebote im Kindergarten. Eine neue OECD-Studie bestärkt die Väter und Mütter in ihrem Eindruck, so Hans Georg Schönberg für die Kreis FWG im Kreistag MYK.

Die Freien Wähler sind sich sicher, dass der Landkreis bzw. alle Kommunen für die Versäumnisse verantwortlich gemacht werden sollen und die Mehrkosten für neue wichtige Initiativen alleine tragen müssen. Damit würde die Verantwortung an genau der falschen Stelle gesucht. Der gesamte Kindertagesstättenbereich tendiert immer mehr in Richtung Bildung, so Schönberg. Das ist aber eine originäre Sache des Landes, keine Aufgabe der Kommunen. Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen sind neben den Kommunen auch die beiden großen Kirchen. Wenn Kinder im Vorschulalter gezielt auf die Schule vorbereitet werden sollen, dann muss der Staat Geld und Personal bereitstellen. Dies gilt auch für die zweite wichtige Aufgabe, die der vorschulischen Betreuung zuerkannt wird. Die Integration von Kindern aus Migrantenfamilien gelingt zweifellos um so besser, je früher sie ansetzt. Diese Eingliederungsbemühungen auf der lokalen Ebene anzusiedeln, ist sinnvoll. Aber auch Integration ist eine Aufgabe des Gesamtstaates, für die er die finanzielle Verantwortung zu tragen hat. Denn es kann nicht sein, dass die Finanzlage der einzelnen Kommune im Kreis Mayen-Koblenz über die Güte der vorschulischen Erziehung und Integration und damit die späteren Lebenschancen von Kindern entscheidet. Der Staat muss aus eigenen Mitteln wesentlich mehr in den Bereich der vorschulischen Betreuung und damit in die Zukunft investieren.

Nicht nur die Freien Wähler sehen die Familienpolitik als wichtigste Säule des Staates. Auch die andern Fraktionen im Kreistag möchten die Familienpolitik in den Vordergrund rücken. Mehrere Anträge und Anfragen zum Thema "Familienfreundlicher Landkreis" untermauern diese Einschätzung. Die FWG-Fraktion begrüßt dieses Interesse wirbt für Gemeinsamkeit über die Parteigrenzen hinweg, denn es geht in u nseren Kindergärten längst nicht mehr nur um Betreuung, es geht darum, die wahrzunehmenden Aspekte neben der emotionalen und sozialen Erziehung nicht zu vernachlässigen.

Um so wichtiger ist in Zukunft für den Kreis Mayen-Koblenz die Frage nach den möglichen Handlungsansätzen für einen "Familienfreundlichen Landkreis" zu suchen. Die Freien Wähler haben sechs Punkten (Thesen) zusammengefasst und bei der letzten Kreistagssitzung den anderen Fraktionen vorgestellt. Eine der wichtigsten Thesen für die FWG wirbt, ist die "Familienverträglichkeitsprüfung". Das bedeutet, dass die Prüfungsmaxime für die planerischen Maßnahmen aller Fachbereiche auf der Kreisebene auf Familienfreundlichkeit bzw. Familiengeeignetheit zugeschnitten sein soll. Alle politischen Entscheidungen des Landkreises MYK sollen auf ihre Auswirkungen auf Familien und auf ihre Verträglichkeit mit der Situation der Familien überprüft werden. Es sollte erreicht werden, auch die staatlichen Planungsvorgänge dieser Prüfung zu unterziehen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass wir alle im Kreistag noch ein großes Aufgabenspektrum zu bewältigen haben. Wenn wir in Zukunft die kindlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse zu einem bestimmenden Kernstück unserer Politik und unserer Erziehungs- und Bildungsziele machen und dabei auch verstärkt Wert legen auf Tugenden wie Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Fleiß und Leistungsbereitschaft, erst dann dürfen wir den Landkreis Mayen-Koblenz "Familienfreundlicher Landkreis" benennen, so Schönberg abschließend für die FWG-Fraktion.

Pressemitteilung Freie Wähler Gruppe
2. Februar 2006