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Zu Schule und Spielplatz über ungesicherte Gleise!


Thema: "Freie Wähler warnt vor gefährlicher Situation und bemängelt den fehlenden Bahnübergang."



Mayen.Ein illegaler Bahnübergang im Bereich Finstingenstraße/Heckenberg bereitet der FWM-Arbeitgruppe "Stadtentwicklung" Sorgen, denn für Schüler und spielende Kinder besteht Gefahr im Stundentakt. Schüler auf dem Weg von ihrem Zuhause zur Schule bzw. zurück, aber auch spielende Kinder aus den angrenzenden Gebieten und der Kernstadt überqueren von mehreren Trampelpfaden aus hier die Bahngleise.

Die an Werktagen im Stundentakt verkehrende "TransRegioBahn" war bereits mehrfach zum Bremsen gezwungen. Durch die jungen Wohngebiete "Lindenstraße" und "Urkelskaul" hat sich das Problem noch verschärft. Das sieht die Stadtverwaltung und die Stadtspitze offenbar anders. Auf Anfrage hin habe man der FWM mitgeteilt, dass an dieser Stelle schon immer Kinder über die Schienen gelaufen seien. "Das ist keine Lösung", erklärt der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Mayen Hans-Georg Schönberg. "Seit Jahren schon ist die Gefahrensituation unerträglich und die geplante und versprochene Unterführung für Fußgänger lässt immer noch auf sich warten. Stattdessen plant man weitere Baugebiete in diesem Bereich, ohne dafür die zwingend erforderliche Infrastruktur zu schaffen."

Die nächste öffentliche Bahnüberquerung befindet sich am "Gymnasium"(Brücke). Der Fußweg aus der Kernstadt dorthin ist jedoch sehr steil und im Winter sehr schwer zu begehen. Um nicht den größeren und beschwerlichen Umweg in Kauf nehmen zu müssen, benutzen nicht nur Kinder und Jugendliche die Gleise als Abkürzung. Sie tun dies an mehreren Stellen, die sie über Trampelpfade erreichen. Selbst Mütter mit Kleinkindern wurden schon auf den Gleisen gesichtet, die so den Weg zum Spielplatz verkürzten.

Das Gefahrenaufkommen wird sich aber noch weiter steigern, wenn das Neubaugebiet "Hinten im Heckenberg/Barwinkeltal" entsteht. Für die FWM steht außer Zweifel, dass ein entlastendes Erschließungskonzept für diesen Bereich zwingend notwendig ist. Schließlich haben auch die Fußgänger aus den Neubaugebieten, die zur Kernstadt gelangen wollen, einen Anspruch auf einen sicheren und angemessenen Fußweg. Schönberg ist der Meinung, dass nicht zwingend einen Durchstich durch den Bahndamm (Fußgängerverbindung zur Innenstadt) für die Beseitigung der jetzigen Gefahrenquelle erforderlich sei. Auch eine Fußgänger-Druckampel im Bereich Heckenberg könne eine vertretbare und kostengünstige Lösung darstellen.

Bei einer Realisierung des Baugebietes "Hinten im Heckenberg" komme allerdings der wichtige Aspekt des Klimaschutzes für die Kernstadt hinzu, da durch einen Durchstich durch den Bahndamm die kalte und sauerstoffreiche Frischluft aus dem Barwinkeltal besser in die Stadt fließen könne und so die durch die Hangbebauung im Barwinkeltal erzeugten massiven Beeinträchtigungen der Luftzirkulation wenigstens zu einem Teil ausgeglichen würden. Handlungsbedarf sehen deshalb die Freien Wähler allemal, denn "ein Erschließungskonzept ohne Gehweg und ohne Infrastruktur, von dem aus Kinder und Jugendliche keine Möglichkeit haben, schnell, sicher und unbeschadet in die Innenstadt zu gelangen, gibt es sonst in ganz Mayen nicht", so Hans Georg Schönberg.



Pressemitteilung Freie Wähler Mayen
31.Januar 2005